Was Smoobus Preisregeln leisten — und was nicht
Smoobu bietet unter Preise ein eingebautes Regelwerk, mit dem sich der Basispreis pro Unterkunft automatisch anpassen lässt: nach Saison, nach Wochentag, nach Aufenthaltsdauer und nach Buchungsvorlauf. Die Regeln werden einmal eingerichtet und wirken dann automatisch auf alle verbundenen Kanäle — Airbnb, Booking.com, die eigene Direktbuchungsseite und alle weiteren über den Channel Manager synchronisierten Plattformen.
Der Unterschied zu einem dynamischen Pricing-Tool wie PriceLabs oder Beyond Pricing: Smoobus Preisregeln reagieren nicht automatisch auf Marktnachfrage, Konkurrenzpreise oder Auslastungsprognosen. Du legst die Regeln selbst fest und passt sie manuell an, wenn sich die Marktlage ändert. Für Hosts mit einer oder wenigen Unterkünften und stabilen Saisonmustern reicht das oft aus — wer stärker automatisiert auf Nachfrageschwankungen reagieren will, kombiniert Preisregeln meist mit einem externen Tool (siehe Verweis am Ende dieser Seite).
Schritt 1 — Basispreis und Saisonperioden festlegen
Bevor Regeln greifen können, braucht jede Unterkunft einen Grundpreis pro Nacht als Ausgangswert.
- In Smoobu: gehe zu Preise → Kalenderpreise und wähle die gewünschte Unterkunft aus.
- Basispreis setzen: Trage den Standardpreis pro Nacht ein, der gilt, solange keine andere Regel oder Saisonperiode greift.
- Saisonperioden anlegen: Über Saisonpreise lassen sich Zeiträume mit abweichendem Preis definieren, z. B. Hochsaison im Sommer oder rund um Feiertage und Messen. Jede Periode hat einen eigenen Start- und Endtermin sowie einen eigenen Preis oder Preisaufschlag.
- Überschneidungen prüfen: Legen zwei Saisonperioden sich zeitlich überlappende Zeiträume fest, wendet Smoobu in der Regel die zuletzt gespeicherte oder spezifischere Regel an — kontrolliere den Kalender nach dem Anlegen mehrerer Perioden visuell, um Fehlpreise zu vermeiden.
Saisonperioden lassen sich für mehrere Jahre im Voraus anlegen, sollten aber mindestens einmal jährlich überprüft werden — Feiertage und Ferientermine verschieben sich von Jahr zu Jahr.
Schritt 2 — Wochentag-Aufschläge einstellen
Freitag- und Samstagnächte lassen sich in fast jedem Markt teurer vermieten als Wochentage — Smoobu bildet das über einen separaten Regeltyp ab.
- Unter Preisregeln (teils auch als Teil der Kalenderpreise geführt) einen neuen Wochentag-Aufschlag anlegen.
- Die betroffenen Wochentage auswählen — meist Freitag und Samstag, bei touristisch geprägten Lagen manchmal auch Sonntag vor Feiertagen.
- Den Aufschlag als Prozentsatz auf den Basispreis oder als festen Betrag pro Nacht festlegen.
- Speichern. Der Aufschlag wird automatisch mit dem jeweils gültigen Basis- oder Saisonpreis verrechnet.
Ein zu hoher Wochenend-Aufschlag kann kurze Wochenendaufenthalte unattraktiv machen, wenn Gäste den Gesamtpreis für zwei Nächte mit Wochentagspreisen vergleichen — teste unterschiedliche Aufschlagshöhen und beobachte die Buchungsrate für Wochenendtermine über ein paar Wochen.
Schritt 3 — Staffelrabatte nach Aufenthaltsdauer
Längere Aufenthalte bedeuten weniger Reinigungen und Gästewechsel pro vermieteter Nacht — ein Rabatt ab einer bestimmten Mindestaufenthaltsdauer gleicht das für Gäste wie Host sinnvoll aus.
- Rabattstufe anlegen: Unter Preisregeln → Langzeitrabatt (Bezeichnung kann je nach Kontosprache abweichen) eine neue Stufe mit Mindestanzahl an Nächten definieren.
- Übliche Staffeln: Gängig sind Stufen ab 7 Nächten (z. B. 5–10 % Rabatt) und ab 28 Nächten (z. B. 15–25 % Rabatt) — die genauen Werte hängen von deiner Zielgruppe und Nebensaison-Auslastung ab.
- Mehrere Stufen kombinieren: Es lassen sich mehrere Staffeln parallel anlegen, sodass der Rabatt mit der Aufenthaltsdauer steigt.
- Der Rabatt wird bei der Preisberechnung für Buchungen mit entsprechender Aufenthaltsdauer automatisch auf allen Kanälen angewendet, die die Regel unterstützen.
Schritt 4 — Last-Minute- und Frühbucher-Regeln
Diese beiden Regeltypen zielen auf gegensätzliche Situationen: leere Termine kurzfristig noch füllen versus Gäste früh zur Buchung motivieren.
- Last-Minute-Rabatt: Ein automatischer Preisnachlass für Buchungen innerhalb eines festgelegten Zeitfensters vor Anreise (z. B. 3 oder 7 Tage). Sinnvoll, um kurzfristig freie Termine noch zu vermarkten, statt sie leer stehen zu lassen.
- Frühbucher-Rabatt: Ein Preisnachlass für Buchungen, die weit im Voraus getätigt werden (z. B. mehr als 60 oder 90 Tage vor Anreise). Verschafft frühzeitig Planungssicherheit, senkt aber den erzielbaren Preis für Termine, die ohnehin auch später noch nachgefragt worden wären.
- Beide Regeln werden unter Preisregeln mit Zeitfenster (Tage vor Anreise) und Rabatthöhe (Prozentsatz) konfiguriert.
Last-Minute- und Saisonaufschlag-Regeln können sich gegenseitig aufheben, wenn ein kurzfristiger Termin in eine Hochsaisonperiode fällt — prüfe bei sich überschneidenden Regeln, in welcher Reihenfolge Smoobu sie anwendet, und teste das Ergebnis anhand eines konkreten Datums im Kalender.
Häufige Probleme beheben
Der angezeigte Preis auf Airbnb stimmt nicht mit Smoobu überein
Kanäle synchronisieren Preisänderungen nicht immer sofort — je nach Kanal kann es einige Minuten bis wenige Stunden dauern, bis eine neue Regel sichtbar wird. Prüfe zunächst, ob die Regel in Smoobu tatsächlich für den betroffenen Zeitraum und die betroffene Unterkunft aktiv ist, und löse bei anhaltender Abweichung eine manuelle Preissynchronisation für den Kanal aus.
Zwei Regeln widersprechen sich — welche gewinnt?
Bei überlappenden Regeln (z. B. Saisonaufschlag und Last-Minute-Rabatt für denselben Zeitraum) wendet Smoobu in der Regel eine festgelegte interne Priorität an, meist von spezifischer zu allgemeiner Regel. Verlasse dich bei kritischen Terminen nicht auf die Annahme, sondern prüfe den tatsächlich berechneten Preis für ein konkretes Datum im Kalender.
Reicht eine Preisregel oder brauche ich ein dynamisches Pricing-Tool?
Für eine oder wenige Unterkünfte mit einigermaßen stabilem Saisonmuster reichen manuell gepflegte Preisregeln oft aus. Bei mehreren Unterkünften, volatiler Nachfrage oder dem Wunsch nach automatischer Anpassung an Konkurrenzpreise und Marktauslastung lohnt sich meist ein zusätzliches Tool wie PriceLabs, das Preise täglich automatisch neu berechnet, statt starre Regeln zu pflegen.
Kann ich Preisregeln nur für eine einzelne Unterkunft anlegen?
Ja — Preisregeln werden pro Unterkunft konfiguriert. Bei mehreren Objekten mit ähnlichem Preismuster lässt sich das manuelle Anlegen zwar nicht direkt duplizieren, in der Praxis aber meist zügig für jede Unterkunft wiederholen, da sich die Struktur der Regeln kaum unterscheidet.