Warum ein fester Mindestaufenthalt allein oft nicht reicht
Ein einzelner, das ganze Jahr über geltender Mindestaufenthalt ist der häufigste Fehler bei der Ersteinrichtung: Wird er zu niedrig gewählt, bleibt in der Hochsaison Umsatzpotenzial liegen, weil kurze Ein-Nacht-Buchungen längere, lukrativere Aufenthalte verdrängen. Wird er zu hoch gewählt, bleiben in der Nebensaison Termine leer, weil kaum jemand für eine ruhige Novemberwoche gleich fünf Nächte bucht. Smoobu erlaubt unter Preise → Verfügbarkeitsregeln, den Mindestaufenthalt pro Zeitraum unterschiedlich zu setzen — die Regel wird einmal je Saisonperiode konfiguriert und wirkt danach automatisch auf allen verbundenen Kanälen.
Zusätzlich zur reinen Saisonstaffelung lässt sich der Mindestaufenthalt mit einer separaten Wochenendregel kombinieren, die unabhängig von der Saison einen höheren Mindestaufenthalt für Anreisen an bestimmten Wochentagen erzwingt. Beide Regeltypen zusammen sind der Hauptgrund, warum sich in einem gut gepflegten Smoobu-Kalender kaum einzelne, unvermietbare Lückennächte ansammeln.
Schritt 1 — Globalen Mindestaufenthalt festlegen
Bevor saisonale Ausnahmen greifen können, braucht jede Unterkunft einen Standardwert, der außerhalb definierter Sonderzeiträume gilt.
- In Smoobu: gehe zu Preise → Verfügbarkeitsregeln (bei manchen Kontoversionen auch unter Kalenderpreise geführt) und wähle die gewünschte Unterkunft aus.
- Standardwert setzen: Trage die Mindestanzahl an Nächten ein, die für jede Buchung gilt, solange keine Saisonregel oder Wochenendregel diesen Wert überschreibt. Für die meisten Unterkünfte in der Nebensaison sind 1 oder 2 Nächte üblich.
- Speichern. Der Standardwert wirkt ab sofort auf allen synchronisierten Kanälen, bis er durch eine spezifischere Regel überschrieben wird.
Dieser Wert ist die Basis — die eigentliche Steuerung passiert in den Schritten 2 und 3 über saison- und wochentagsspezifische Ausnahmen.
Schritt 2 — Saisonabhängige Mindestaufenthalte anlegen
In der Hochsaison lohnt sich fast immer ein höherer Mindestaufenthalt, weil die Nachfrage ohnehin hoch ist und jede zusätzlich vermietete Nacht ohne Reinigungswechsel mehr Marge bringt.
- Unter Verfügbarkeitsregeln eine neue Regel für einen bestimmten Zeitraum anlegen — z. B. Schulferien, Weihnachtsmarkt-Saison oder ein lokales Event mit hoher Nachfrage.
- Start- und Enddatum der Periode festlegen und den abweichenden Mindestaufenthalt für diesen Zeitraum eintragen, z. B. 3, 5 oder 7 Nächte statt des Standardwerts.
- Mehrere Perioden lassen sich parallel anlegen — etwa ein moderater Mindestaufenthalt für die Vorsaison und ein höherer für die eigentliche Hochsaison.
- Überschneidungen prüfen: Legen zwei Perioden zeitlich überlappende Zeiträume fest, wendet Smoobu in der Regel die spezifischere oder zuletzt gespeicherte Regel an — nach dem Anlegen mehrerer Perioden den Kalender visuell kontrollieren.
Saisonperioden lassen sich Jahre im Voraus anlegen, sollten aber jährlich überprüft werden — Ferientermine und bewegliche Feiertage verschieben sich von Jahr zu Jahr.
Schritt 3 — Wochenendregeln kombinieren
Auch außerhalb der eigentlichen Hochsaison sorgt eine reine Freitag- oder Samstaganreise ohne Mindestaufenthalt oft für unrentable Ein-Nacht-Buchungen, die eine ganze Wochenend-Nachfrage blockieren.
- Regel anlegen: Unter Verfügbarkeitsregeln eine separate Wochenendregel definieren, die unabhängig von der Saisonregel gilt.
- Anreisetage auswählen: Meist Freitag und Samstag — für diese Anreisetage einen Mindestaufenthalt von 2 Nächten festlegen, damit keine reine Freitag- oder Samstagnacht isoliert gebucht werden kann.
- Kombination mit Saisonregel: Wenn eine Saisonregel für denselben Zeitraum bereits einen höheren Mindestaufenthalt vorgibt, gilt in der Regel der höhere der beiden Werte — prüfe das Ergebnis für ein konkretes Wochenenddatum im Kalender.
- Die Regel wird automatisch auf allen Kanälen angewendet, die Mindestaufenthaltsregeln pro Wochentag unterstützen.
Schritt 4 — Lücken erkennen und vermeiden
Auch mit gut konfigurierten Regeln entstehen mit der Zeit einzelne, isolierte Nächte zwischen zwei Buchungen, die kürzer sind als der geltende Mindestaufenthalt und dadurch unbuchbar bleiben.
- Kalender regelmäßig prüfen: Einzelne freie Nächte, die von belegten Nächten eingerahmt sind und kürzer sind als der aktuelle Mindestaufenthalt, lassen sich für neue Buchungen nicht mehr belegen, solange die Regel unverändert bleibt.
- Temporäre Ausnahme setzen: Für eine konkrete Lückennacht lässt sich in Smoobu meist eine tagesgenaue Ausnahme vom Mindestaufenthalt eintragen, um diese eine Nacht doch noch buchbar zu machen.
- Wer Lücken systematisch vermeiden will, plant Mindestaufenthalte so, dass sie zur üblichen Aufenthaltsdauer der Zielgruppe passen — bei überwiegend Wochenendgästen z. B. Vielfache von 2 Nächten.
Häufige Probleme beheben
Airbnb zeigt einen anderen Mindestaufenthalt als Smoobu
Kanäle synchronisieren Regeländerungen nicht immer sofort — je nach Kanal kann es einige Minuten bis wenige Stunden dauern, bis eine neue oder geänderte Regel sichtbar wird. Prüfe zunächst, ob die Regel in Smoobu tatsächlich für den betroffenen Zeitraum und die betroffene Unterkunft aktiv ist, und löse bei anhaltender Abweichung eine manuelle Synchronisation für den Kanal aus.
Eine einzelne Nacht bleibt dauerhaft unbuchbar
Das ist typisch für eine Lückennacht zwischen zwei Buchungen, die kürzer ist als der aktuell geltende Mindestaufenthalt. Prüfe im Kalender, welche Regel für diesen Tag greift, und trage bei Bedarf eine tagesgenaue Ausnahme ein, um die Nacht kurzfristig freizugeben.
Saisonregel und Wochenendregel widersprechen sich — welche gewinnt?
Bei überlappenden Regeln wendet Smoobu in der Regel den strengeren der beiden Werte an, meist also den höheren Mindestaufenthalt. Verlasse dich bei wichtigen Terminen nicht auf die Annahme, sondern prüfe den tatsächlich geltenden Mindestaufenthalt für ein konkretes Datum direkt im Kalender.
Wie hoch sollte der Mindestaufenthalt in der Hochsaison sein?
Das hängt stark von Lage und Zielgruppe ab — es gibt keinen pauschal richtigen Wert. Viele Berliner Ferienwohnungen setzen in der Hochsaison 3 bis 7 Nächte an, in stark touristischen Feriengebieten sind auch 7 Nächte mit fixem Anreisetag üblich. Beobachte die Buchungsrate über ein bis zwei Saisons und passe den Wert schrittweise an, statt ihn einmalig festzulegen und nie wieder zu überprüfen.